Klangwahrnehmung

Musikpädagogische Hörberatung

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Berufsmusiker und ihre Instrumente

Es zeigte sich ein direkter Zusammenhang zwischen dem dominanten Hörmodus und der Präferenz für bestimmte Musikinstrumente. Grundtonhörer bevorzugten oft Musikinstrumente, die kurze, scharfe oder impulsive Töne produzieren – Schlagzeug, Gitarre, Klavier, Trompete, Querflöte oder hohe Soloinstrumente – und neigten darüber hinaus zu virtuoser, impulsiver, zeitlich synchroner Spielweise. Obertonhörer bevorzugten hingegen in der Regel Musikinstrumente, die länger ausgehaltene Töne mit charakteristischen Klangfarben oder Formanten im Spektrum produzieren – Streich-, Blech- oder Holzblasinstrumente in tieferen Lagen, Orgel oder Gesang.

Innerhalb der einzelnen Instrumentenfamilien waren die Spielerinnen und Spieler der jeweiligen Instrumente mit dem höchsten Register (Geige, Querflöte, Trompete) die jeweils stärksten Grundtonhörer. Die Spielerinnen und Spieler der Instrumente mit dem tiefsten Register (Kontrabass, Fagott, Bassposaune, Tuba, Orgel) waren umgekehrt die stärksten Obertonhörer. Diese Tendenz war auch bei den Sängerinnen und Sängern deutlich zu sehen: Bässe und Altistinnen hörten stärker spektral als Sopranistinnen und Tenöre.

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Die Präferenz von Musikinstrumenten hängt eng mit dem Grund- und Obertonhören zusammen, dargestellt für insgesamt 1 203 MusikerInnen und 170 NichtmusikerInnen (Mittelwerte); P. Schneider, 2012.